Recht und Nutzen der Katechismuspredigt

Recht und Nutzen der Katechismuspredigt

Veröffentlicht am 13. Jan, 2009 von Sebastian Heck im Bereich Christlicher Glaube, Reformiert | 578 Ansichten

Immer wieder einmal kommt selbst von reformierter Seite die Praxis der wöchentlichen Katechismuspredigt unter Beschuss. Meist ist die Argumentation theologisch dürftig, da Bibel und Katechismus gegeneinander ausgespielt werden bzw. behauptet wird, die Katechismuspredigt führe irgend ein “menschliches” Element in die Verkündigung ein, das da nichts zu suchen habe. Manchmal beruht die Kritik auch auf einer allgemeinen Aversion gegenüber propositioneller, objektiver biblischer Lehre, zumindest aber auf einer unnötigen und unbiblischen Disjunktion zwischen Predigt und Lehre. Interessanterweise waren es die Täufer in der Reformationszeit und die Arminianer im konfessionellen Zeitalter, die diese Praxis aus vermeintlich biblischen Gründen ablehnten.)

Dan Borvan hat auf seinem Blog Geneva Redux einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel For the Welfare and Profit of the Soul: A Biblical and Historical Case for Catechetical Preaching. Dieser fasst die biblischen Grundlage dieser alten und klassisch reformierten, ja klassisch christlichen Praxis zusammen.

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Ein Kommentar to “Recht und Nutzen der Katechismuspredigt”

  1. Ron

    13. Jan, 2009

    Lieber Sebastian,

    vielen Dank für den Hinweis auf den sehr guten Artikel von Dan Borvan!

    Ich kann mir die derzeitige geistliche Vernebelung der Kirche nur dadurch erklären, dass (mindestens) eine Generation ohne Katechese aufgewachsen ist. Auf diese Weise wurden Wahrnehmung und Urteilsvermögen eingetrübt, so dass mancher Gemeinde eine Unterscheidung der Geister kaum noch möglich ist.

    Offen und persönlich: Es betrübt mich sehr, zu sehen, dass in vielen Gemeinden, ganz egal ob Landeskirche, Gemeinschaft oder Freikirche, praktisch keine biblische Katechese mehr stattfindet (auch wenn es den so genannten Biblischen Unterricht formal noch gibt). Von rühmlichen Ausnahmen abgesehen, hat besonders in den Jugendkreisen das Entertainment die biblische Unterweisung fast vollständig verdrängt. Die Anteile der Bibellektüre sind in einer durchschnittlichen Gemeindejugend so zusammengeschrumpft, dass am Ende des Jahres ihr Besucher im Rahmen des Programms mehr Stunden vor der Kinoleinwand verbracht hat, als mit der Lektüre der Bibel.

    Ich habe vor einigen Woche damit begonnen, mit der Familie den Heidelberger Katechismus durchzuarbeiten. Ich hätte schon viel früher damit beginnen sollen.

    Liebe Grüße, Ron

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